Drechseln

Grundprinzip

Eine Drechselbank ist eine Maschine, mit deren Hilfe rotationssymmetrische Objekte hergestellt werden können. Das grundlegende Prinzip hat sich dabei bis heute kaum verändert. Das Werkstück wird horizontal zwischen zwei Spitzen eingespannt oder an einem Punkt fixiert. [1]
Die Drehung des Werkstücks – hier sind unterschiedliche Varianten denkbar – sorgt für die nötige Rotation. Durch Heranführen eines Drechselmessers kann dann spanend oder schabend Material abgetragen werden. Bei der von uns nachgebauten Drechselbank handelt es sich um eine Fiedelbogen- oder Schnurzugdrehbank. Diese ermöglicht praktischerweise sowohl den mobilen als auch den stationären Einsatz. Während eine Person das Werkstück mit den Drechselmessern bearbeitet, sorgt eine weitere Person für den Antrieb der Drechselbank mittels „Schnurzug“, indem das Werkstück vor und zurück bewegt wird [2]. Die Bearbeitung findet in diesem Fall nur statt, wenn sich das Objekt zum Drechsler hinbewegt.

 

Quellen

[1] Müller, Ulrich (2008): Drechseln und Böttchern – Holz verarbeitende Handwerke. In: Walter Melzer (Hg.): Archäologie und mittelalterliches Handwerk. Eine Standortbestimmung; Beiträge des 10. Kolloquiums des Arbeitskreises zur Archäologischen Erforschung des Mittelalterlichen Handwerks [vom 4. bis 6. Mai 2006]. Soest: Westfälische Verl.-Buchh. Mocker & Jahn (Soester Beiträge zur Archäologie, 9), S. 169–200.

[2] Schietzel, Kurt (2014): Spurensuche Haithabu. Archäologische Spurensuche in der frühmittelalterlichen Ansiedlung Haithabu ; Dokumentation und Chronik 1963 – 2013. Neumünster/Hamburg: Wachholtz.

 

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